„Stell Dir vor, die Vorhänge seien beiseite
gezogen, die Türen transparent und Du sähest
in alle Zimmer…“
6 Tage, 144 Stunden - ein fragmentarischer Augenblick
Großstadt.
Drei Frauen und drei Männer schlagen sich durchs
Leben, hin- und hergerissen zwischen Bewegung und Stillstand,
Aufbruch und Rückzug, Innen- und Außenwelt.
Jede der Figuren bewohnt eine transparente 1m2 große
Wohnzelle, die als strategisches Zentrum wie eine zweite
Haut Schutz bietet und gleichzeitig trennt. Von hier aus
begibt sich der Großstädter auf die Reise.
Er hetzt zur U-Bahn, lungert auf der Straße rum,
wartet auf Flughäfen, reist ans Meer, vergnügt
sich in Clubs; immer auf der Suche nach dem letzten Kick
und der großen Offenbarung. Nicht aufhören,
sich zu bewegen, heißt die Devise, anderenfalls
droht Erstarrung.
Aus unterschiedlichen Texten zeitgenössischer Autoren
kreiert Regisseur Stefan Neugebauer ein Mosaik des urbanen
Lebens, bei dem die Grenzen zwischen Innen- und Außenwelt
durchsichtig werden. Es sind Momentaufnahmen; Portraits,
die atmen, ihre Farbe und Intensität wechseln. Wir
kommen diesen Menschen näher, ihrer Intimität,
ihren Träumen und Ängsten. Wir beobachten nicht,
wir nehmen teil, wenn das Leben sich selbst erzählt.
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