Das wundervolle Zwischending
von Martin Heckmanns
Ein Stück über die Liebe in Zeiten von Arbeitslosigkeit, Kinderlosigkeit
und vermeintlicher Sinnlosigkeit. Da braucht es schon zwei unermüdliche
Künstlerseelen wie Johann und Anna, die ihre eigene Liebesgeschichte
zur Kunst erklären, nicht weil sie von sich so überzeugt sind, sondern
weil ihre Zukunft verbaut ist, und das Glück ihrer Liebe im Anfang
wohnte. Dieses Glück wollen sie festhalten, indem sie es nachspielen,
um daraus einen Film à la Andy Warhol zu drehen.
Ein Mann vom Amt, der sie als Vertreter des bröckelnden Sozialstaats
auf ihre Bürgerpflichten hinweist, bedroht ihre Glückssuche. Er will
sie an ihrer »Arbeit« hindern, sie sollen statt dessen sozial-wertvollen
Tätigkeiten nachgehen. Doch Anna gelingt es, den Mann vom Amt für
ihr Liebes-Kunst- Projekt zu begeistern, so dass er sich plötzlich
bereit erklärt, die nötigen Fördergelder zu beschaffen, damit der
selbst produzierte Liebesfilm für die Nachwelt festgehalten werden
kann.
Eine absurde Geschichte von zwei Einzelkämpfern, die nicht aufgeben,
die sich wehren und die an ihre Liebe glauben, auch wenn sie ahnen,
dass ihr Projekt sich auf sehr dünnem Eis bewegt.
Heckmanns gelingt mit diesem Stück ein kleines Meisterwerk, es
ist voller Humor, Poesie und Traurigkeit. Niemals ganz ernst, nie
ganz echt, so dass man auch nicht so recht weiß: Spielen die Figuren
sich ihre Gefühle nur vor, oder sind sie tatsächlich eins mit ihren
behaupteten Gefühlen?
Martin Heckmanns geboren 1971, studierte Komparatistik, Geschichte
und Philosophie, lebt als Autor in Berlin. Er erhielt zahlreiche
Preise und Stipendien, 2002 wurde er in THEATERheute zum Nachwuchsautor
des Jahres gewählt.
| Schauspiel: |
Gerolamo Fancellu, Meri
Koivisto, Martin Heesch |
| Regie: |
Stefan Neugebauer |
| Verlag: |
Suhrkamp |
Presse zu "Das wundervolle Zwischending" |


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