Premiere: Elling
von Axel Hellstenius
Zum Stück:
Elling und Kjell Bjarne – zwei Freunde, wie sie unterschiedlicher
nicht sein können – werden aus der Psychiatrie in die Verantwortung
einer eigenen Wohnung entlassen. Schon die kleinen Dinge des Alltags
erfordern Mut und Überwindung: einkaufen, ein Restaurant besuchen,
telefonieren ... Lässt sich das Leben meistern, wenn die Welt im
Kopf nicht mit der Welt »da draußen« übereinstimmt? Und sind wir
nicht alle ein bisschen Elling?
Elling ruft durchaus Assoziationen an Forest Gump, Rain Man
und Einer flog über das Kuckucksnest wach, doch das Stück
vermeidet konsequent alle auftretenden Pfade der Nervenheil-Dramaturgien.
Die Art und Weise, mit der Elling über die Wechselfälle des Lebens
und den Zustand unserer modernen Welt philosophiert, ist von
unbestechlichem Charme, hat Intelligenz, Witz und zeugt von einem
scharfsichtigen Durchblick, den man diesem unheroischen Helden
zunächst gar nicht zutraut.
Presse zu "Elling"
Zu den Autoren
Axel Hellstenius ist in Norwegen als Drehbuchautor für Film und
Fernsehen bekannt. Petter Naess inszenierte die Uraufführung
von Elling 1999 am Nye Teater Centralteateret in Oslo und führte
im oscarnominierten Kinofilm Regie.
Zur Aufführung:
Laut Regieanweisung verwandelt sich bei Elling die Bühne in verschiedene
Spielorte. Im Stadtbad Steglitz erleben Sie statt einer solchen
Verwandlung authentische Räume. Der Zuschauer wandert von Spielort
zu Spielort. Angefangen in der Psychiatrie (Wäscherei) folgt
er Elling und Bjarne in die städtische Sozialwohnung (Näherei),
besucht mit ihnen ein Café (Café Freistil), wo eine alkoholisierte
hochschwangere Kellnerin das gesammelte Interesse auf sich zieht
– und landet schließlich wieder in der Sozialwohnung.
Der Zuschauer verfolgt bei diesem »Stationendrama« die Figuren
hautnah. Er sitzt nicht getrennt von ihnen in einem geschützten
Zuschauersaal, sondern ist mit ihnen gemeinsam unterwegs auf der
Reise in die Wirklichkeit.
»Ich hasse die Wirklichkeit, aber es ist der einzige Ort,
an dem
man ein gutes Steak bekommt« Woody Allen
| Premiere: |
Donnerstag, 15. Januar 2009 um 20h |
| Schauspiel: |
Peter Fieseler (Frank Asli), Michael
Hecht (Kjell Bjarne), Esther Leiggener / Christiane Athenstädt
(Gunn, Kellnerin, Reidun), Michael Schäfer (Elling) |
| Regie: |
Stefan Neugebauer |
| Verlag: |
Whale Songs Communications Verlagsgesellschaft, Hamburg |
| Eintritt: |
15€ (ermäßigt: 10€) |
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